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Auswahlkriterien für Badmintonrackets

Um eine bestmögliche Aussage über die Eigenschaften aller Schläger zu bieten, musste jedes Modell ein paar Messungen über sich ergehen lassen. Die Ergebnisse wurden nach eigenen Maßstäben bewertet, vielleicht helfen sie dem ein oder anderen bei seiner Entscheidung.
Weitere Informationen dazu gibt es im Beispiel meines Racket-Auswahl-Assistenten.

Das Gewicht ist weitgehend selbsterklärend. Der Bereich erstreckt sich von den ganz leichten Exemplaren ab ca. 80g bis zu den Schwergewichten über 100g. In der Regel ist das Gewicht umgekehrt an den Preis gekoppelt - für wenig Geld bekommt man ausnahmsweise mal mehr anstatt weniger. Teurere Rackets, die sich im Gewicht nicht mehr wesentlich von denen im mittleren Preissegment unterscheiden, bestehen aus steiferen Materialien, die eine höhere Zugspannung zulassen. Aber auch nicht immer.

Die Kopflastigkeit gibt an, wie groß die bei einem Schlag wirksame Masse des Schlägerkopfes ist. Bei der Messung wird der Schläger in der Mitte des Griffes gegengelagert. Die Größe der so ermittelten Masse ist der entscheidende Faktor wie groß das bei einem Schlag aufzubringende Drehmoment sein wird. Es lässt sich grundsätzlich festhalten, das ein kopflastiges Racket einen gewissen 'Bumms' mit sich bringt, der sich bei einem Smash durchaus positiv bemerkbar macht. Ein klarer Nachteil ergibt sich jedoch bei ansatzlos gespielten Bällen, also solche, bei denen nicht groß ausgeholt werden soll um den Gegner möglichst lange im Unklaren zu lassen. Für diese ist ein relativ hoher Kraftaufwand nötig, der schwerer zu verdecken ist.
Wichtig zu wissen: Ein leichtes Racket bedeutet nicht zwangsläfig auch kopfleicht. Gewicht und Kopflastigkeit sind unbedingt getrennt voneinander zu betrachten. Die Höhe der Grifflastigkeit spielt übrigens keine bedeutende Rolle bei den Eigenschaften eines Rackets, da sie im Wesentlichen vom Griffband bestimmt wird und kaum Einfluss auf die Beschleunigung des Schlägerkopfes hat.

Erst das Zusammenspiel von Gewicht und Kopflastigkeit ergibt das Gefühl für einen kopflastigen oder einen kopfleichten Schläger.

Der letzte ermittelte Wert ist die Flexibilität des Schaftes, die durch Belastung des Schlägerkopfes mit einem Gewicht von 600g ermittelt wurde. Die Einheit des Wertes sind ganz einfache Zentimeter - nämlich die, um die sich der Schläger bei fixiertem Griff nach unten gebogen hat. Hier gilt entsprechend: je größer der Wert, desto flexibler der Schaft und umso mehr Peitscheneffekt gibt es. Die Werte bewegen sich im Bereich zwischen 2,5 und 4,5cm, wobei ein Wert von 3,5 oder 4 als gut ausgewogenes Mittel eingestuft werden kann.
Faustformel: je kräftiger der Spieler / die Spielerin desto steifer sollte der Schaft sein.